Fachtag „Herausforderung diversitätssensibler Schulalltag“
Am 6. März 2025 fand an unserer Schule ein pädagogischer Fachtag zum Thema „Herausforderung diversitätssensibler Schulalltag“ statt, an dem Lehrkräfte, Verwaltungsmitarbeiter:innen, Elternvertreter:innen sowie einige Schüler:innen teilnahmen. Die Veranstaltung zielte darauf ab, Handlungsstrategien gegen Rassismus und Diskriminierung im Schulkontext zu entwickeln und den respektvollen Umgang miteinander zu stärken.
Impulse und Workshops
Zwei Fachvorträge bildeten den Auftakt:- Heike Kasch (Diakonie Düsseldorf) analysierte in „Rassismuskritische Schule – Traum oder Wirklichkeit?“, wie gesellschaftlich geprägte Vorurteile Schulstrukturen beeinflussen.
- Mohamed El Boujaddaini (Interespect-Training) thematisierte in „Was kann man heute noch sagen?“ den Umgang mit diskriminierender Sprache und Machtmissbrauch.
In sechs praxisorientierten Workshops wurden konkrete Lösungen erarbeitet:
• Anti-Schwarzer Rassismus (Kirsten Böttger)
• Strukturelle Diskriminierung von Sinti und Roma (Kelly Laubinger)
• LGBTQIA+ im Schulkontext (Markus Hoppe)
• Anti-muslimischer Rassismus (Umut Savac)
• Methodenkoffer zur Rassismusprävention (Heike Kasch)
• Interaktive Übungen zu Vorurteilen (Mohamed El Boujaddaini).
Ein klares Statement gegen Ausgrenzung
„Wir als inklusive Schule stellen uns der Herausforderung, Flagge zu zeigen: Rassistisches Gedankengut hat bei uns keinen Platz!“, betonten die Schulleitung im Eröffnungsstatement. Dieser Geist prägte den Tag – vom Austausch über Alltagserfahrungen bis zur Entwicklung konkreter Präventionsideen.
Der Fachtag markiert einen weiteren Schritt hin zu einer Schule, die Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gestaltet. Ein herzlicher Dank gilt allen Referent:innen und Beteiligten für ihr Engagement!Fit für den Beruf
Für den Start ins Berufsleben ist es wichtig, im direkten Anschluss nach der Schule eine Berufsausbildung oder ein Studium zu beginnen. Dazu starten die Schülerinnen und Schüler in der Stadtteilschulen Finkenwerder ab der Jahrgangsstufe 5 eine zweijährige Werkstatttournee. Praxisnah und projektorientiert lernen sie die Bereiche Technik, Haushalt und Ökonomie kennen. Der Unterricht in der Holz-, Metall-, Textil- und Elektrowerkstatt sowie in der Lehrküche ist für sie auf dieser Tournee nicht nur lehrreich, sondern macht Spaß und weckt die Lust auf mehr.
In der Jahrgangsstufe 8 führen die Schülerinnen und Schüler dann ihre Berufliche Orientierung systematisch fort. Unabhängig davon, ob der Anschluss nach dem Schulabschluss nun eine Berufsausbildung oder die Fortsetzung in einem anderen Bildungsgang ist
• klären sie ihre eigenen Interessen, Stärken und Potenziale,
• sie erproben und reflektieren ihre betrieblichen Praxiserfahrungen und
• entscheiden und qualifizieren sich für einen Anschlusswunsch.
In diesem Rahmen ist eine frühe, praxisorientierte, individuelle berufliche Orientierung für einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf für alle Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung. Um diesen Prozess zu unterstützen können die sie an dem Aktionstag – Girls‘ Day und Boys‘ Day teilnehmen, finden regelmäßig Schulpraktika und im November eines Schuljahres eine Berufsmesse für die Jahrgänge 9 bis 11 statt.
Gemeinsam wollen wir damit die Jugendlichen in die Lage versetzen, eine begründete Berufs- bzw. Studienwahlentscheidung bereits während der Schulzeit treffen und nach Schulabschuss umsetzen zu können.
Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir eng mit der Jugendberufsagentur (https://www.jba-hamburg.de/) und der Servicestelle BO – Berufliche Orientierung für Hamburg (http://servicestelle-boso.de/) zusammen.
Praxisgruppe: Lernen in Schule und Betrieb
In der Stadtteilschule Finkenwerder können ab dem Schuljahr 2021/22 Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 10 als Praxisgruppe unterrichtet zu werden. In dieser Gruppe lernen die Schülerinnen und Schüler sowohl in der Schule als auch in einem Betrieb.

In der Schule erhalten sie weiterhin Wochenstundenunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Sport und den Künsten. Auch in dieser Gruppe erfüllen sie damit die Anforderungen, um sowohl den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA), den erweiterten ESA, aber auch den Mittleren Schulabschluss (MSA) zu erreichen.
Wie kommen die Lebensmittel in Supermarkt? Welche Rolle spielt Mathematik in einem Handwerksbetrieb? Wie funktioniert ein Elektromotor? Das sind nur einige Fragen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler in den Betrieben befassen.
Arbeitsprozesse, Berufsausbildungen und Betriebe lernen die Schülerinnen und Schüler so bereits während der Schulzeit kennen. Gleichzeitig lernen die Betriebe über einen längeren Zeitraum die Schülerin bzw. den Schüler näher kennen. Das schafft Vertrauen und fördert das Selbstbewusstsein.
Auf diesem Weg erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler mit diesem besonderen Unterricht in der Praxisgruppe neben ihrem Schulabschluss sehr gute Chancen für den gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf.

Der Weg zum Abitur
Vorstufe Klasse 11
- Ein Jahr mehr Zeit als auf dem Gymnasium: eigenständiger 11. Jahrgang im Klassenverband, intensive Vorbereitung auf Studienstufe und Abitur
- Mehr lernen: Präsentationen erarbeiten und vorführen, fächerübergreifender Unterricht, Aufarbeitung eventuell vorhandener Wissenslücken, Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen, verschiedene Methoden des Lernens anwenden
Unsere Schüler/innen in der 11 Klasse haben mindestens 30 Unterrichtsstunden in der Woche.
Diese teilen sich auf in:Kernfächer (12 Stunden )
- Deutsch (4 Stunden)
- Mathematik (4 Stunden)
- Englisch (4 Stunden)
Wahlpflichtfächer (16 Stunden)
- Geschichte / Geografie / PGW (4 Stunden)
- Biologie / Chemie / Physik (4 Stunden)
- Religion / Philosophie (2 Stunden)
- Seminar (2 Stunden)
- Bildende Kunst / Darstellendes Spiel / Musik (2 Stunden)
- Sport (2 Stunden)
Wahlfächer (2 Stunden)
- 2. Fremdsprache
- Informatik
- 3. Naturwissenschaft
- Ergänzungskurse (Chor)
Studienstufe Jahrgänge 12 und 13
Der Unterricht für unsere Studienstufe erfolgt gemeinsam mit dem Gymnasium Finkenwerder. Hier bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf ein Studium oder einen Beruf vor. Der Unterricht ist erwachsenengerecht gestaltet: selbstverantwortetes Lernen und Teamfähigkeit stehen im Mittelpunkt. Unsere Schüler/innen im 12. und 13. Jahrgang haben 34 Unterrichtsstunden in der Woche.
Diese teilen sich auf in:- Kernfächer: Deutsch, Mathematik und Englisch (12 Stunden)
- Profil: je nach Wahl des Profils (12 Stunden)
- Wahlpflicht: abhängig von der Wahl des Profils (10 Stunden)
Oberstufenprofile
Je nach Neigung, Können und Wissen wählen unsere Oberstufenschüler/innen ein Profil aus. In den Profilen wird die Fachorientierung zusätzlich durch eine fächerverbindende Arbeitsweise ergänzt Entsprechend dieser Wahl gestaltet sich neben den Kernfächern der Profil- und Wahlpflichtbereich für jeden individuell.
Diese vier Profile stehen zur Wahl:Zusätzliche Angebote
Neben dem Unterricht bietet unsere Schule viele zusätzliche Angebote für Oberstufenschüler/innen:
- Kooperationen mit namhaften Firmen
- Reisen (z.B. nach Palästina) und Schüleraustausch
- Lernen an anderen Orten
- Studenten machen Schule
- Verikom
- große Möglichkeiten im Wahlpflichtbereich
Studium oder Beruf vorbereiten
- Berufsfindungspraktikum mit Zertifikat
- Studien- und Schnuppertage an der Uni Hamburg
- Studien- und Berufsberatung
- Bewerbungstraining
„Schüler:innenfirma STS Finkenwerder“
Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 haben wir (Schülerinnen und Schüler des damaligen Jahrgangs 9) die „Schülerfirma STS Finkenwerder“ gegründet – zusammen mit den Pädagoginnen Frau Seroviak und Frau Schneider.

Wir haben seitdem schon an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen. Beim Schulfest im Oktober haben wir zunächst Förderurkunden verkauft – zusammen mit einem „Dankeschön“ wie selbst gepresstem Apfelsaft oder einem Schlüsselanhänger. Außerdem haben wir im vergangenen Winter beim Winterzauber in der Inselperle und beim letzten „Tag der Offenen Tür“ gebrannte Mandeln, Schlüsselanhänger, Stiftedosen, Brötchenbeutel und noch viele weitere Sachen verkauft.

Wir versuchen bei allem was wir machen möglichst viele Produkte aus Recyclingmaterialien herzustellen oder neues Material in Bioqualität zu kaufen (aus Biobaumwolle). T-Shirt-Aufdrucke, personalisierte Schlüsselanhänger oder Einkaufstaschen bieten wir auf Bestellung an. Gerade bedrucken wir für die Prefects ihre neuen T-Shirts und Pullover. Wir arbeiten jeden Mittwoch von 12.30 bis 14 Uhr im Textilraum. Oft sind wir schon am Ende der Mittagspause dort, so dass dann Bestellungen entgegen genommen werden können.
Unser Schülerfirmaprojekt wird betreut und versichert von „Junior Wirtschaft“. Wir müssen zu unseren Sitzungen Protokolle schreiben, eine sorgfältige Buchführung machen und haben auch schon an Workshops zu Marketing und Firmenführung teilgenommen. Am Ende des Projektes werden wir mindestens die Hälfte unserer Einnahmen für ein gutes Projekt spenden und von dem anderen Teil des Geldes einen gemeinsamen „Urlaubstag“ finanzieren.
Zu diesem Schuljahr haben wir nochmal viele neue Ideen entwickelt und uns umbenannt.
Unsere Firma heißt jetzt „Selfmade“. Alles was wir anbieten, ist selbstgemacht!
Unter anderem bieten wir jetzt neu kleine Täschchen mit Reißverschluss und Schlüsselanhänger an, die man am Schlüsselbund oder am Rucksack befestigen kann und in denen man eine Ersatzmaske, Taschentücher oder anderes unterbringen kann, so dass man diese immer dabei hat.
Außerdem haben wir geplant in den Pausen „Müsli to go“ im Pfandglas anzubieten, in vielen leckeren und gesunden Sorten. Da kam uns jetzt der Lockdown dazwischen. Aber wir geben nicht auf. Wir konnten trotz allem auch in diesem Schuljahr schon einiges erfolgreich verkaufen, weil wir am Gymfi und im Lehrerzimmer unser Angebot aufbauen und zum Verkauf anbieten durften.
Text von Kevin Koesling


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