Von Helden, Göttern, Ungeheuern
Die spannenden Abenteuer des Seefahrers Odysseus und seine jahrzehntelange Reise über die Meere standen im Deutschunterricht der 6. Klassen auf dem Programm. Schnell entwickelte sich über das Lesen der Lektüre hinaus Interesse an den Helden, Ungeheuern und den verschiedenen Göttinnen und Göttern der griechischen Antike. Alte Gemälde wurden recherchiert und besprochen, Lexika und sogar griechische Kunstwerke wurden von zuhause mitgebracht und bestaunt.





Die Verbindung zum Kunstunterricht war hergestellt – wir wollten ganz in die Geschichte eintauchen und uns mit den architektonischen und künstlerischen Errungenschaften der Alten Griechen beschäftigen. Vasen auf Papier mit den typischen Mustern gestalten? Klar, kein Problem! Also warum nicht selbst einmal ein tolles Gefäß im antiken griechischen Stil töpfern und bemalen?
Und damit das Ganze auch richtig kreativ aussehen würde, hatten wir das Glück auf unserer Seite: nämlich begabte und hilfsbereite Kolleg*innen an unserer Schule. Frau Ikes, Sozialpädagogin, leitete unsere Klasse professionell durch das Projekt. Viele von uns hatten zum ersten Mal „Ton“ in der Hand – ziemlich eigenartig, diese kühle, glatte und glitschige Masse.
Wir lernten viel über das Material Ton, das Bemalen, Glasieren und Brennen im hauseigenen Brennofen. Geduld war das Zauberwort, denn nach jedem Arbeitsschritt musste alles immer gut trocknen.
Gar nicht so einfach – aber unsere Ergebnisse können sich sehen lassen!
Und falls ihr denkt, damit hatten wir genug von der Antike – falsch gedacht.
Seht selbst, wie wir die Sage um einen anderen Helden (oder Antihelden?) künstlerisch umgesetzt haben:
Ikarus, der trotz Warnung zu dicht an die Sonne geflogen war – und ins Meer stürzte, weil seine Flügel geschmolzen waren.
Susanne Meißner im Namen der jetzigen 7a
Klassenleitung 7a
Kunst- und DeutschlehrerinUnsere Schülerin Ana im KUNSTLABOR#29 in den Deichtorhallen
Zum 3. Mal konnte ein*e Schüler*in unserer Schule am KUNSTLABOR in den Deichtorhallen teilnehmen und damit die STS Finkenwerder vertreten.
Wir freuen uns, dass Ana (ehemalige 6a) dieses Projekt erfolgreich absolviert hat.
Eine Woche im Juli arbeitete sie gemeinsam mit etwa 20 weiteren Hamburger Jugendlichen künstlerisch unter der Anleitung der Illustratorin und Bühnenbildnerin Sabine Flunker sowie des Fotografen André Lützen. Inspiriert wurde der Workshop von der Künstlerin Katharina Grosse und ihrer Ausstellung „Wunderbild“, die parallel in den Deichtorhallen zu sehen war.
Anas Werke und die der anderen Schüler*innen waren im Anschluss an das Kunstlabor einige Wochen zu bewundern. Damit auch ihre Mitschüler*innen einen Eindruck davon bekommen konnten, fuhren wir gemeinsam in die Deichtorhallen.

Dort bestaunten wir nicht nur das Ergebnis von Anas künstlerischen Fähigkeiten, sondern wurden selbst kreativ. Unter Leitung des Bildhauers und Installationskünstlers Nir Alon tauchten wir in die Welt des gestischen Zeichnens ein – und erlebten und verarbeiteten so die Ausstellung „Wunderbild“ von Katharina Grosse auf eine ganz eigene Weise, nämlich mit den instinktiven Bewegungen unseres Körpers in Verbindung mit unseren Empfindungen.
Danke Ana, dass du so mutig warst als jüngste Teilnehmerin des Kunstlabors #29, und dass du deiner Klasse eine so eindrucksvolle Erfahrung eröffnet hast!
Susanne Meißner
Klassenleitung 7a (ehemals 6a)
Herzlichen Glückwunsch zum Abitur
Insgesamt 49 junge Menschen haben in diesem Sommer ihren Schulabschluss in der Tasche – das Abitur 2025. Damit haben sie nicht nur bewiesen, dass sie Lernstress, Prüfungsangst und den einen oder anderen KI-generierten Spickzettel überstehen können, sondern auch: Fleiß, Ausdauer und Humor führen zum Ziel. Dass das ein Grund zum Feiern ist, versteht sich von selbst – und gefeiert wurde mit allem, was dazugehört: festlich, musikalisch und mit viel Herz.
Von 1,1 bis 3,3 war alles dabei – und jede einzelne Note ist ein Erfolg. Besonders stolz dürfen sich in diesem Jahr die besten Absolventinnen fühlen: Hannah Tamke (Gymnasium Finkenwerder) mit der Note 1,1 und Vivien Müller (Stadtteilschule Finkenwerder) mit der Note 1,2.
Doch auch, wer es „nur“ zur Fachhochschulreife geschafft hat, hat allen Grund zur Freude: Jede bestandene Prüfung ist ein Schritt in die eigene Zukunft. Und die beginnt – wie könnte es anders sein – mit einem Empfang und einem Glas Sekt im Kreise der Familie und Freund:innen.
Der Auftakt zur Entlassungsfeier war ein echter Knaller: Ein James-Bond-Medley, live gespielt vom Orchester des GymFi unter der Leitung von Dorothea Tirpitz, ließ keinen Zweifel daran, dass auch Abschlussfeiern Actionpotenzial haben. Später sorgten die Chöre mit „Make you feel my Love“ und „Mamma Mia“ für emotionale Töne – und zwischendurch wurden natürlich die Abiturzeugnisse feierlich überreicht.
Thorben Gust, Schulleiter der Stadtteilschule, führte souverän durch das Programm, bevor Rüdiger Dartsch, Schulleiter des Gymnasiums, das Wort an die Abiturient:innen richtete – mit einer ebenso nachdenklichen wie unterhaltsamen Rede über Verantwortung, Selbstständigkeit und den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Die Schüler:innen stehen nun vor der Wahl: Will ich die Zukunft gestalten – oder mich gestalten lassen?
„KI kann vieles – aber sie weiß nicht, wie sich eine Umarmung anfühlt“, sagte Dartsch. Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Der Gedanke, dass KI irgendwann Lehrkräfte ersetzt, ist zugegeben nicht völlig unattraktiv.“
Die Feier hätte nicht so rund werden können ohne die Unterstützung vieler helfender Hände: vom Technikteam über die Musik bis hin zum Blumenschmuck. Auch der nächste Jahrgang war beteiligt und lud anschließend zum Empfang.
Ein besonderer Dank ging an die Eltern, die über viele Jahre hinweg Wegbegleiter:innen, Mutmacher:innen und (gelegentlich) morgendliche Notfallwecker waren. Daniel Becker, Elternvertreter, sprach stellvertretend – warmherzig und mit viel Anerkennung – über die Schulzeit an GymFi und Stadtteilschule. Er wünschte allen Schüler:innen „viele gute und schöne Erinnerungen an ihre Schulzeit“ sowie „einen hoffnungsvollen Blick auf die nun beginnende Phase der Freiheit und Selbstbestimmung.“
Mehmet Ali Keskin und Jacub Niewcsaz blickten als Schülervertreter mit Witz, Herz und einem kräftigen Dank an Lehrkräfte, Freund:innen und Mitstreiter:innen auf die gemeinsame Zeit zurück.
Auch die Tutor:innen Maike Bartl, Sevki Altunaydin und Engelbert Prolingheuer nahmen sich Zeit für einen charmanten Rückblick – mit viel Musik und einem Augenzwinkern.
Zum Abschluss gab es das letzte gemeinsame Foto – und vielleicht auch den einen Gedanken: „Das war’s jetzt wirklich.“ Und wer weiß – vielleicht denkt der eine oder die andere bald an diesen Moment zurück. Mit einem Lächeln. Und einem Plan.
Wir aus Finkenwerder sind stolz auf euch. Ihr habt euren Weg gemacht – und egal, wohin es euch nun zieht: Ihr nehmt ein Stück von hier mit. Macht’s gut, bleibt neugierig und zeigt der Welt, was ihr könnt.
Denn am Ende zählt nicht, was eine Maschine berechnet – sondern was ihr entscheidet.
Alles Gute – eure Schulen auf Finkenwerder (Sören Box)
The Young ClassX – Konzert in der Fabrik






















