• Fit für den Beruf

    Für den Start ins Berufsleben ist es wichtig, im direkten Anschluss nach der Schule eine Berufsausbildung oder ein Studium zu beginnen. Dazu starten die Schülerinnen und Schüler in der Stadtteilschulen Finkenwerder ab der Jahrgangsstufe 5 eine zweijährige Werkstatttournee. Praxisnah und projektorientiert lernen sie die Bereiche Technik, Haushalt und Ökonomie kennen. Der Unterricht in der Holz-, Metall-, Textil- und Elektrowerkstatt sowie in der Lehrküche ist für sie auf dieser Tournee nicht nur lehrreich, sondern macht Spaß und weckt die Lust auf mehr.

    In der Jahrgangsstufe 8 führen die Schülerinnen und Schüler dann ihre Berufliche Orientierung systematisch fort. Unabhängig davon, ob der Anschluss nach dem Schulabschluss nun eine Berufsausbildung oder die Fortsetzung in einem anderen Bildungsgang ist

    • klären sie ihre eigenen Interessen, Stärken und Potenziale,

    • sie erproben und reflektieren ihre betrieblichen Praxiserfahrungen und

    • entscheiden und qualifizieren sich für einen Anschlusswunsch.

    In diesem Rahmen ist eine frühe, praxisorientierte, individuelle berufliche Orientierung für einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf für alle Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung. Um diesen Prozess zu unterstützen können die sie an dem Aktionstag – Girls‘ Day und Boys‘ Day teilnehmen, finden regelmäßig Schulpraktika und im November eines Schuljahres eine Berufsmesse für die Jahrgänge 9 bis 11 statt.

    Gemeinsam wollen wir damit die Jugendlichen in die Lage versetzen, eine begründete Berufs- bzw. Studienwahlentscheidung bereits während der Schulzeit treffen und nach Schulabschuss umsetzen zu können.

    Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir eng mit der Jugendberufsagentur (https://www.jba-hamburg.de/) und der Servicestelle BO – Berufliche Orientierung für Hamburg (http://servicestelle-boso.de/) zusammen.

  • Praxisgruppe: Lernen in Schule und Betrieb

    In der Stadtteilschule Finkenwerder können ab dem Schuljahr 2021/22 Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 10 als Praxisgruppe unterrichtet zu werden. In dieser Gruppe lernen die Schülerinnen und Schüler sowohl in der Schule als auch in einem Betrieb.

    In der Schule erhalten sie weiterhin Wochenstundenunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Sport und den Künsten. Auch in dieser Gruppe erfüllen sie damit die Anforderungen, um sowohl den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA), den erweiterten ESA, aber auch den Mittleren Schulabschluss (MSA) zu erreichen.

    Wie kommen die Lebensmittel in Supermarkt? Welche Rolle spielt Mathematik in einem Handwerksbetrieb? Wie funktioniert ein Elektromotor? Das sind nur einige Fragen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler in den Betrieben befassen.

    Arbeitsprozesse, Berufsausbildungen und Betriebe lernen die Schülerinnen und Schüler so bereits während der Schulzeit kennen. Gleichzeitig lernen die Betriebe über einen längeren Zeitraum die Schülerin bzw. den Schüler näher kennen. Das schafft Vertrauen und fördert das Selbstbewusstsein.

    Auf diesem Weg erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler mit diesem besonderen Unterricht in der Praxisgruppe neben ihrem Schulabschluss sehr gute Chancen für den gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf.

  • Der Weg zum Abitur

    Vorstufe Klasse 11

    • Ein Jahr mehr Zeit als auf dem Gymnasium: eigenständiger 11. Jahrgang im Klassenverband, intensive Vorbereitung auf  Studienstufe und Abitur
    • Mehr lernen: Präsentationen erarbeiten und vorführen, fächerübergreifender Unterricht, Aufarbeitung eventuell vorhandener Wissenslücken, Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen, verschiedene Methoden des Lernens anwenden

    Unsere Schüler/innen in der 11 Klasse haben mindestens 30 Unterrichtsstunden in der Woche.
    Diese teilen sich auf in:

    Kernfächer (12 Stunden )

    • Deutsch (4 Stunden)
    • Mathematik (4 Stunden)
    • Englisch (4 Stunden)

    Wahlpflichtfächer (16 Stunden)

    • Geschichte / Geografie / PGW (4 Stunden)
    • Biologie / Chemie / Physik (4 Stunden)
    • Religion / Philosophie (2 Stunden)
    • Seminar (2 Stunden)
    • Bildende Kunst / Darstellendes Spiel / Musik (2 Stunden)
    • Sport (2 Stunden)

    Wahlfächer (2 Stunden)

    • 2. Fremdsprache
    • Informatik
    • 3. Naturwissenschaft
    • Ergänzungskurse (Chor)

    Studienstufe Jahrgänge 12 und 13

    Der Unterricht für unsere Studienstufe erfolgt gemeinsam mit dem Gymnasium Finkenwerder. Hier bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf ein Studium oder einen Beruf vor. Der Unterricht ist erwachsenengerecht gestaltet: selbstverantwortetes Lernen und Teamfähigkeit stehen im Mittelpunkt. Unsere Schüler/innen im 12. und 13. Jahrgang haben 34 Unterrichtsstunden in der Woche.
    Diese teilen sich auf in:

    • Kernfächer: Deutsch, Mathematik und Englisch (12 Stunden)
    • Profil: je nach Wahl des Profils (12 Stunden)
    • Wahlpflicht: abhängig von der Wahl des Profils (10 Stunden)

    Oberstufenprofile

    Je nach Neigung, Können und Wissen wählen unsere Oberstufenschüler/innen ein Profil aus. In den Profilen wird die Fachorientierung zusätzlich durch eine fächerverbindende Arbeitsweise ergänzt Entsprechend dieser Wahl gestaltet sich neben den Kernfächern der Profil- und Wahlpflichtbereich für jeden individuell.
    Diese vier Profile stehen zur Wahl:

    Zusätzliche Angebote

    Neben dem Unterricht bietet unsere Schule viele zusätzliche Angebote für Oberstufenschüler/innen:

    • Kooperationen mit namhaften Firmen
    • Reisen (z.B. nach Palästina) und Schüleraustausch
    • Lernen an anderen Orten
    • Studenten machen Schule
    • Verikom
    • große Möglichkeiten im Wahlpflichtbereich

    Studium oder Beruf vorbereiten

    • Berufsfindungspraktikum mit Zertifikat
    • Studien- und Schnuppertage an der Uni Hamburg
    • Studien- und Berufsberatung
    • Bewerbungstraining
  • „Schüler:innenfirma STS Finkenwerder“

    Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 haben wir (Schülerinnen und Schüler des damaligen Jahrgangs 9) die „Schülerfirma STS Finkenwerder“ gegründet – zusammen mit den Pädagoginnen Frau Seroviak und Frau Schneider.

    Wir haben seitdem schon an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen. Beim Schulfest im Oktober haben wir zunächst Förderurkunden verkauft – zusammen mit einem „Dankeschön“ wie selbst gepresstem Apfelsaft oder einem Schlüsselanhänger. Außerdem haben wir im vergangenen Winter beim Winterzauber in der Inselperle und beim letzten „Tag der Offenen Tür“ gebrannte Mandeln, Schlüsselanhänger, Stiftedosen, Brötchenbeutel und noch viele weitere Sachen verkauft.

    Wir versuchen bei allem was wir machen möglichst viele Produkte aus Recyclingmaterialien herzustellen oder neues Material in Bioqualität zu kaufen (aus Biobaumwolle). T-Shirt-Aufdrucke, personalisierte Schlüsselanhänger oder Einkaufstaschen bieten wir auf Bestellung an. Gerade bedrucken wir für die Prefects ihre neuen T-Shirts und Pullover. Wir arbeiten jeden Mittwoch von 12.30 bis 14 Uhr im Textilraum. Oft sind wir schon am Ende der Mittagspause dort, so dass dann Bestellungen entgegen genommen werden können.

    Unser Schülerfirmaprojekt wird betreut und versichert von „Junior Wirtschaft“. Wir müssen zu unseren Sitzungen Protokolle schreiben, eine sorgfältige Buchführung machen und haben auch schon an Workshops zu Marketing und Firmenführung teilgenommen. Am Ende des Projektes werden wir mindestens die Hälfte unserer Einnahmen für ein gutes Projekt spenden und von dem anderen Teil des Geldes einen gemeinsamen „Urlaubstag“ finanzieren.

    Zu diesem Schuljahr haben wir nochmal viele neue Ideen entwickelt und uns umbenannt.

    Unsere Firma heißt jetzt „Selfmade“. Alles was wir anbieten, ist selbstgemacht!

    Unter anderem bieten wir jetzt neu kleine Täschchen mit Reißverschluss und Schlüsselanhänger an, die man am Schlüsselbund oder am Rucksack befestigen kann und in denen man eine Ersatzmaske, Taschentücher oder anderes unterbringen kann, so dass man diese immer dabei hat.

    Außerdem haben wir geplant in den Pausen „Müsli to go“ im Pfandglas anzubieten, in vielen leckeren und gesunden Sorten. Da kam uns jetzt der Lockdown dazwischen. Aber wir geben nicht auf. Wir konnten trotz allem auch in diesem Schuljahr schon einiges erfolgreich verkaufen, weil wir am Gymfi und im Lehrerzimmer unser Angebot aufbauen und zum Verkauf anbieten durften.

    Text von Kevin Koesling

  • AuB – Was?

    Im Lernbereich Arbeit und Beruf durchlaufen die Schüler:innen im Jahrgang 5 und 6 die verschiedenen Werkstätten der Schule:
    Holz, Metall, Textil, Hauswirtschaft Dort wird viel praktisch gearbeitet, aber auch gelesen, geschrieben, geforscht, entdeckt … [Hier gibt es mehr dazu!]
    Verbraucherbildung und erste Grundlagen der Berufsorientierung sind wesentliche Bestandteile des Lernbereiches.

    Im Bereich Textil erforschen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stoffarten, Kleidungsstücke und deren Herstellung.
    Nicht auf den ersten Blick sieht man, dass fast alle Kleidungsstücke, die wir tragen, gestrickt wurden (T-Shirts, Sweatshirts und Jogginghosen). Da braucht man schon mal eine Lupe.
    Dazu probieren die SuS verschiedene Techniken wie Weben und Fingerstricken aus.
    Außerdem entdecken die Schülerinnen und Schüler die Nähmaschine, nähen und planen erste einfache Produkte wie Klappentaschen und Jonglierbälle. Hierfür stehen 24 moderne baugleiche Nähmaschinen zur Verfügung.

    Im Jahrgang 9/10 erweitert sich der Schwerpunkt im Hinblick auf ökologische und wirtschaftliche Zusammenhänge. Unter anderem wird „Marktforschung“ zum Einkaufsverhalten in Finkenwerder durchgeführt. Als Produkt werden eigene Rucksackbeutel geplant und mit Hilfe des Schneidplotters bedruckt – als Alternative zu Plastiktüten und Co..
    Im Bereich Holz erkunden die SuS den Umgang mit dem Werkstoff Holz und stellen ein Steckspiel her. Bei der Herstellung des Steckspiels lernen sie die grundlegenden Techniken der Holzverarbeitung. Unser Lehrwerkmeister Robert Müller steht den SuS dabei mit Rat und Tat zur Seite.

    Im Jahrgang 9/10 können die SuS den Prozess einer anspruchsvollen Serienfertigung – am Beispiel des Klapphockers – erleben.
    Im Bereich Metall lernen die SuS verschiedene Metalle und deren Eigenschaften kennen. Dazu erkunden sie auch Metalle in ihrer Umgebung. Als Produkt wird ein hochwertiger Kartenhalter hergestellt. Dabei wird gemessen, gesägt, gefeilt, gebohrt, poliert und es werden Gewinde geschnitten. Im Bereich 9/10 kann am Beispiel des Kerzenhalters außerdem das Löten erlernt werden.
    Im Bereich Hauswirtschaft wird in unserer gut ausgestatteten Lehr- und Lernküche gearbeitet. Dort werden in Gruppen verschiedene Gerichte zubereitet und Lebensmittel erkundet, aber es wird auch experimentiert und Vieles zu gesunder Ernährung gelernt. Damit dies funktioniert, wird hier – wie auch in den anderen Werkstätten – nach einem festen Ämtersystem gearbeitet und wieder aufgeräumt. In Jahrgang 9/10 werden zunehmend verschiedene Aspekte der Verbraucherbildung mit aufgenommen, um begründete Konsumentscheidungen treffen zu können.
    Schon zum Abschluss der Werkstätten in Jg. 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler ihr erstes „Arbeitszeugnis“. Die Bewertungsbereiche entsprechen dabei denen, die Ihnen später im Bereich Berufsorientierung immer wieder begegnen. Sie bieten außerdem eine Grundlage, um bei der Wahl der ersten Praktika zu reflektieren, welche Art von Tätigkeiten ihren Interessen entsprechen.

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